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MIK Mobile Initiative Kultur

Verein zur Entzündung und Umsetzung partizipatorischer künstlerischer Interventionen im öffentlichen Raum

MIK ist eine mobile Einrichtung, die im Bezirk Donaustadt agiert, um das kulturelle Angebot vor Ort zu bereichern. Mobil bedeutet, dass der Verein keine fixe Behausung hat – somit die Gegebenheiten des öffentlichen Raumes in Transdanubien erforscht und diesen als ihren Handlungsspielraum nutzt.


MIK plant und organisiert Kunstprojekte im öffentlichen Raum mittels Einsatz partizipativer und interventionistischer Praktiken und Vernetzungsmethoden, deren Ziele u.a. städtische Aufwertungsprozesse und Verbesserung der Lebensverhältnisse sind.

 

MIK strebt die Initiierung von bzw. Beteiligung/Mitsprache an Transformationsprozessen innerhalb der Stadtentwicklung an.


 

 

 

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Ziele des Leitbildes Donaustadt

Das Projekt Genochmarkt kommt einigen bedeutenden Entwicklungszielen im Bereich Kultur, Bildung und soziale Einrichtungen des 22. Bezirks entgegen, an deren Umsetzung sich der Verein MIK beteiligen möchte:

(entnommen aus: Stadtplanung Wien, Leitprogramm. Das Leitbild Donaustadt. 1998. Hrsg. Magistratsabteilung 21C – Stadtteilplanung und Flächennutzung Nordost)

 

Kultur mit BewohnerInnen: Nicht nur in neuen Siedlungsstrukturen, auch in manchen der schon lange besiedelten Bereiche müssen erst die (räumlichen und organisatorischen) Voraussetzungen für kulturelle Aktivitäten geschaffen werden.

Dabei geht es nicht nur um das Anbieten von „Kultur“ in den Wohnbereichen (die am ehesten als konsumierbare Mischung von Populär- und Hochkultur und mit lokalem und aktuellem Bezug Chancen hat). Es geht im besonderen um eigene kulturelle Aktivitäten und Initiativen der BewohnerInnen, die sich allerdings nur bei einem entsprechendem „Klima“ im Wohngebiet entwickeln können und die oft der Anregung, Unterstützung und Koordination (z.B. durch dezentrale „Kulturbüros“) sowie geeigneter Räumlichkeiten (z.B. im Erdgeschoss der Wohngebäude) bedürfen.“ (S.18)

Hintergrund / Motivation

Die Gründungsmitglieder des Vereins MIK sind z.T. in Donaustadt aufgewachsen, z.T. noch dort ansässig und beschäftigen sich seit längerer Zeit mit dem Phänomen der "Grenze" Donau.

 

Welche Motivation hat der Wiener/die Wienerin ÜBER DIE DONAU zu fahren? - Meistens keine. Transdanubien ist ein weitgehend unbekanntes und unerforschtes Territorium – die Motivation des Vereins MIK ist, das zu ändern und Aufmerksamkeit auf die zu entdeckenden Orte und „Unorte“ über der Donau zu lenken – einerseits die WienerInnen jenseits der Donau für „ihre“ Stadt – über die Donaugrenze hinaus zu interessieren, und andererseits einzelne Stadtteile für und MIT seine/n BewohnerInnen lebenswerter zu gestalten...

 

Donaustadt wächst – das kulturelle Angebot muss – angepasst an die BewohnerInnen und ihre Bedürfnisse mitwachsen. Das Donauzentrum muss in seiner zentralen Rolle als Kulturzentrum des Bezirks abgelöst werden. (Schicht ist nicht mehr Pflicht!)

 

Die erste Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf einen einzigartigen Ort in Transdanubien zu lenken, und die WienerInnen über die Donau – bis nach Kagran – und sogar noch weiter Richtung Stadtrand – auf die Mülldeponie am Rautenweg zu locken, um die Donaustädter Bergziege zu suchen, ergab sich durch die Ausschreibung „Misguide – Stadtverführungen in Wien“, veranstaltet von den Wiener Festwochen Juni 07. Siehe Projekte/Suburb Safari - oder wer findet die Bergziege?

 

Ausgangspunkt zum Projekt Genochmarkt: Artikel im Bezirksmagazin „s´häßliche Fleckerl“ (Frühjahr 06) – Aufforderung der BewohnerInnen: „Die Stadt soll endlich etwas unternehmen!“ - um Leerstand und Verfall des stillgelegten Marktplatzes entgegen zu wirken. Aus dieser Aussage entstand die Idee zur Wiederbelebung, künstlerischen (Zwischen)nutzung und Aufwertung des Stadtteils/Platzes/Marktes/der leerstehenden Objekte durch MIK und seine Kooperationen.